Ein wichtiger Beitrag für eine bessere Welt
Ohne Bienen würde unser Ökosystem nicht funktionieren. Sie sind wahre Experten der Natur und ohne sie sähe diese ganz anders aus. Bienen bestäuben Blumen und Bäume und tragen damit zur Artenvielfalt bei. Doch die zunehmende Industrialisierung unserer Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden bedrohen das sensible Gleichgewicht der Natur und damit auch die Gesundheit und den Lebensraum von Bienen. Umso wichtiger ist der Schutz der Honigbiene.
Einfache Tipps für den Alltag
Es ist nicht schwer, sich für den Bienenschutz einzusetzen. Mit den nachfolgenden Tipps können angehende Bienenretter ausprobieren, wie gut es sich anfühlt, den Artenschutz zu unterstützen.
Mit bienenfreundlichen Pflanzen die Stadt aufblühen lassen
Ob auf dem Balkon, im Vorgarten oder im Hinterhof – bienenfreundliche Pflanzen sind nicht nur ein Schlaraffenland für Insekten, sondern machen aus tristen Ecken echte Oasen für Mensch und Tier.
Verzicht auf schädliche Pestizide, Herbizide und Biozide
Bienenschädliche Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel gehören in keinen bienenfreundlichen Haushalt. Neonicotinoide sind daher auch weitgehend in Haus- und Kleingärten untersagt. Der Biogärtner von nebenan hat immer einen Tipp für eine bienenfreundliche Alternative parat.
Honig vom Imker nebenan
Honig aus der Region schmeckt nicht nur besonders gut, sondern sorgt auch dafür, dass lange Transportwege vermieden werden und Bienenkrankheiten sowie gentechnisch veränderte Pollen aus weit entfernten Ländern keine Chance haben. Zudem kann man die fleißigen Bienchen vielleicht sogar im eigenen Garten bei der Ernte beobachten.
Doppelter Genuss durch bienenfreundliche Lebensmittel
Essen ist Genuss und Verantwortung zugleich. Daher gilt für angehende Bienenretter: Iss so regional und saisonal wie möglich. Achte dabei auf den Anbau in der ökologischen Landwirtschaft. Gerade in den Städten, wo der nächste Hofladen ein paar Kilometer entfernt liegt, lohnt der fragende Blick auf das Supermarktetikett oder an den Markthändler gerichtet.
Honiggläser ausspülen
Schon gewusst? Honiggläser aus dem Supermarkt können, unachtsam im Glascontainer entsorgt, eingeschleppte Bienenkrankheiten, wie die amerikanische Faulbrut (AFB), verbreiten. Im Herbst fliegen die Bienen auf die Honigreste und schleppen so die krankheitsauslösenden Endosporen in den Bienenstock.
Besser: das Honigglas gut ausspülen, in der Spülmaschine waschen oder direkt auf Mehrweg-Gläser setzen.
Nistmöglichkeit und Bienentränken anbieten
Es muss nicht gleich ein ganzes Insektenhotel sein. Es reicht, wenn ein Teil des Gartens seiner natürlichen „Unordnung“ überlassen wird. Auch kleine Schalen mit Wasser sind im Sommer eine willkommene Hilfe für Bienen. Dabei unbedingt darauf achten, dass ein Stein oder Korken in der Schale als Insel bereit liegt, damit bei einem Badeunfall die Biene schnell wieder an „Land“ krabbeln kann.

Schon gewusst?
- Der Internationale Tag der Honigbiene findet jährlich am dritten Samstag im August statt.
- Für 500 g Honig müssen Bienen 120.000 km fliegen – das entspricht einer Strecke, die dreimal um die Welt führt.
- Bienen erreichen eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 30 km/h.
- Weltweit gibt es mehr als 20.000 Bienenarten.
- Farbenblind? Bienen fliegen bevorzugt blaue und gelbe Blüten an. Die Farbe Rot können sie nicht erkennen.

